Diese Seite ist ein Entwurf. An einigen Stellen wollen wir noch Inhalte ergänzen oder Ansprechstellen in der Umgebung suchen. Sie können uns dabei unterstützen, indem Sie sich bei uns melden, wenn Sie zu den offenen Punkten noch etwas wissen oder weitere Ideen haben, wie man diesen Teil des Veranstaltungsmanagements nachhaltiger gestalten kann! Schreiben Sie uns dazu gerne eine Mail an hallo@fairweg.info oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Das ist ein Beispiel, wie die Karte für die Suche nach Catering-Betrieben genutzt werden könnte. (Hier würde sich ein Dropdown mit unterschiedlichen Produktgruppen & Nachhaltigkeitskategorien anbieten, z.B. #catering, #fair, #bio, #fleisch, #vegan)

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Table Of Contents

Allgemeine Tipps
Wie glaubwürdig sind Siegel?
Beziehen Sie Ihre Produkte aus der Region?
  • Wählen Sie vorrangig Produkte aus, die auch in der Region wachsen. Weit gereiste Lebensmittel hinterlassen vor allem durch den Transport einen immensen ökologischen Fußabdruck.
  • Kürzere Transportwege verursachen nicht nur weniger Emissionen, die Zutaten bleiben länger frisch und auch die Fleischqualität ist bei kürzeren Transporten höher
  • Regional angepasste Obst- und Gemüse-Sorten sind meist widerstandsfähiger und benötigen daher oft weniger Pestizide und Dünger als konventionelle Sorten
  • Vorsicht bei Früchten wie Avocados, Bananen oder auch Tomaten: Ihr Anbau ist oft sehr wasserintensiv. Häufig kommt es zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung, die durch die intensive Plantagenwirtschaft nicht mehr genügend Trinkwasser zur Verfügung hat. Auch wird für Plantagen oft intakter Regenwald abgeholzt.
  • Insbesondere kleinere lokale Betriebe leisten einen wichtigen Beitrag für die regionale Wirtschaft und die Artenvielfalt
Was hat gerade Saison?
  • Richten Sie Ihr Catering danach aus, was gerade bei Ihnen Saison hat. Produkte, die außerhalb der Saison angebaut werden, benötigen viel Energiezufuhr – oder müssen von weither importiert werden. Wahre Klimakiller!
  • Auch Ihre Gäste wissen ein saisonales Angebot zu schätzen und freuen sich über Speisen, die es eben nicht das ganze Jahr zu kaufen gibt!
  • Ein praktischer Begleiter, beispielsweise auch als Aushang oder Gastgeschenk, ist unser FairWeg-Saisonkalender.
Fair und direkt
  • Manche Produkte können Sie nicht aus der Region beziehen, sondern müssen Sie importieren. Achten Sie hier vor allem auf Fairen Handel, der den ProduzentInnen in den Anbauländern bessere Preise und Schutz vor Ausbeutung bietet. Weitere Infos zum Thema finden Sie hier auf FairWeg.
  • Je weniger Zwischenhändler mitverdienen, desto bessere Bedingungen können die ProduzentInnen erzielen – das gilt auch für regionale Produkte! Legen Sie daher Wert auf persönliche Kontakte und fördern Sie so Direktvermarktung.
  • Achten Sie beim Einkauf auf eine transparente Darstellung der Lieferkette und eine glaubhafte Fairhandels-Philosophie. Orientierung bieten können die Siegel von GEPA, dwp / weltpartner, Fairtrade International, etc. Hilfestellung kann hier beispielsweise der Wegweiser durch das Labellabyrinth oder die Initiative Siegelklarheit.de bieten.
  • Achten Sie besonders bei folgenden Produkten auf fairen Handel: Kaffee, Tee, Kakao, Reis
Bio oder konventionell?
  • Zwar ist Bio kein Allheilmittel fürs Klima, kann aber durch reduzierten Einsatz von Pestiziden und Dünger zu einer besseren Bodenqualität beitragen. Umgekehrt kann auch die konventionelle Landwirtschaft sehr naturnah sein. Hintergründe erfahren Sie hier auf FairWeg.
  • Verzichten Sie allerdings lieber darauf, weitgereiste Bio-Produkte anstatt regionaler Produkte zu wählen.
  • Transparenz ist hier der Schlüssel: Kaufen Sie, wenn möglich, von Betrieben, die Sie kennen und deren Produktion Sie sich zeigen lassen können. Wenn das nicht geht, können Bio-Siegel eine Orientierung bieten. Achten Sie hier auf möglichst strenge Kriterien wie z.B. von demeter oder Naturland.
Bieten Sie vegetarische und vegane Alternativen an?
  • Achten Sie darauf, dass Sie bei Ihrem Catering immer auch vollwertige vegetarische und vegane Speisen anbieten. Ihr Angebot wird dadurch vielfältiger und für eine größere Zielgruppe interessant.
  • Hintergrund: Dass wir zu viel Fleisch konsumieren, ist kein Geheimnis – und ein immenses Problem für den Planeten. Für die Produktion einer tierischen Kalorie müssen (je nach Tierart) mehrere pflanzliche Kalorien und viel Wasser aufgewendet werden. Je mehr Tiere wir mästen, desto mehr Platz benötigen wir also für die Futtermittelproduktion. Futtermittel (insbesondere Soja) werden meistens in Südamerika hergestellt, wofür oft Regenwald abgeholzt wird und es immer wieder zu Landraub kommt. Pflanzliche Produkte können also einen Beitrag dazu leisten, dass wir weniger Ressourcen für die Lebensmittelherstellung verbrauchen.
  • Da das Thema oft sehr kontrovers diskutiert wird, achten Sie darauf, wie Sie Ihre Auswahl präsentieren: Wie wäre es denn, wenn Sie standardmäßig ein vegetarisches Gericht anbieten und dazu eine fleischhaltige Alternative?
Achten Sie auf unterschiedliche Bedarfe?
  • Verschiedene Zielgruppen haben verschiedene Bedürfnisse, was Essen betrifft. Neben Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren wollen oder müssen, hat die industrielle Lebensmittelproduktion für eine Vielzahl von Unverträglichkeiten und Allergien geführt. Halten Sie immer eine Alternative parat – Ihre Gäste werden es Ihnen danken!
  • Auch religiöse Belange sollten Sie in Ihre Planungen einbeziehen. Informieren Sie sich schnell im Vorfeld, wann religiöse Feiertage oder Fastenzeiten stattfinden und ob Sie zum Beispiel Alternativen anbieten können, die koscher oder halal sind.

Tipps für Produktgruppen

  • Wenn Sie tierische Produkte anbieten, achten Sie auf hohe Standards und verzichten Sie auf Massenware. Ihre Gäste werden die hohe Qualität und den guten Geschmack schätzen – und auf lange Sicht helfen Sie den TierhalterInnen, auch wieder mit kleineren Herden überleben zu können.
  • Achten Sie auf Transparenz und Herkunft der Ware. Bio-Siegel können zusätzliche Orientierung bieten. Das staatliche Tierwohllabel allein ist nicht aussagekräftig (In Stufe 1 werden gerade einmal die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten).
Was ist mit Fleisch?
  • Weißes Fleisch (Geflügel) benötigt weniger Energiezufuhr als rotes (Schwein, Rind), weil die Tiere das Futter effizienter verwerten.
  • Ideal sind Tiere aus Weidehaltung, die nicht zusätzlich mit Futtermitteln versorgt werden müssen.
  • Wildfleisch ist nicht nur eine regionale Spezialität von hoher Qualität, sondern hat auch recht geringe ökologische Auswirkungen. Sie finden es bei den Jägern aus der Region. Hier finden Sie eine Übersicht regionaler Wildbret-Anbieter.
Was ist mit Fisch?
  • Bevorzugen Sie Fisch aus regionalen Zuchten, wie etwa Forellen und Zander.
  • Wenn es andere Sorten sein müssen, achten Sie auf Herkunft aus zertifizierten Aquakulturen (Naturland, Bioland) oder auf unbedenklichen Wildfang.
  • Das MSC-Siegel bietet ein Mindestmaß an ökologischen Standards, reicht aber nicht aus, um Überfischung zu verhindern. Orientierung bietet hier der (Fischatlas WWF? Greenpeace?)
Was ist mit Milchprodukten?
  • Orientierung bieten die folgenden Siegel (Welche? Die faire Milch / fair mellech, Sternenfair, Naturland fair, demeter, Bioland)
Was ist mit Eiern?
  • Bruderhahn-Eier bieten den ProduzentInnen eine finanzielle Unterstützung, damit sie die männlichen Küken aufziehen und wirtschaftlich nutzen können, anstatt sie zu schreddern oder zu vergasen. (Welche? z.B. Regionalverband Eifel)
Was ist mit Getränken?
  • Säfte gibt es immer häufiger aus regionalen Streuobstwiesen, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten. (Welche?) Achten Sie auch hier auf regionale Sorten oder, bei Südfrüchten, auf fairen Handel (etwa beim Trierer Apfel-Mango-Saft).
  • Für Kaffee, Kakao und Tee können Sie ruhigen Gewissens hohe Fairhandels-Standards anlegen, bei diesen Produkten gibt es mittlerweile eine große Auswahl auf dem Markt. Neben gesiegelten Produkten finden Sie auch viele kleinere weiterverarbeitende Betriebe, die anstelle eines Siegels auf eine direkte Partnerschaft setzen und versuchen, möglichst viel Wertschöpfung in den Anbauländern zu ermöglichen. Dafür erhalten Sie als Endkund:in umso hochwertigere Produkte.
  • Mosel, Saar und Ruwer sind traditionelle Weinregionen. Ihre Gäste freuen sich über regionale Spezialitäten – und auch das Klima freut sich über kürzere Transportwege.
  • Beim Bier hat sich einiges getan: Neben den traditionellen großen Brauereien haben sich viele kleine Handwerksbetriebe etabliert, die in nennenswerten Mengen qualitativ hochwertige Ware mit Zutaten aus der Region liefern können. (Kraft-Brauerei & Petrusbräu)
  • Wasser ist wichtig: Bieten Sie ihren Gästen kostenloses Trinkwasser an oder weisen Sie auf Möglichkeiten hin, wo Ihre Gäste kostenloses Trinkwasser bekommen können. Tipp: Der SWT-Wasserspender und die vielen Refill-Stationen in Trier sind bereits tolle Ansätze in diesem Bereich! Letztere finden sie auch unter dem Hashtag #refill unter Finden hier auf FairWeg.
Was ist mit Öl und Fett?
  • Greifen Sie auf regionale Produkte zurück, wie Raps- oder Leinsamenöl.
  • Es gibt kein nachhaltiges Palmöl, weil die Transportwege und der Flächenbedarf (meist im Regenwald) immens sind.
Was ist mit Geschirr, Servietten & Co?
  • Viele Hintergrundinfos hierzu finden Sie im Kapitel Waste Management hier auf FairWeg.

Nach dem Essen:

Kalkulieren Sie nicht übermäßig: Es muss nicht bis zur letzten Minute alles vorhanden sein. Wenn doch Essen übrig bleibt:

  • Bieten Sie gegen Ende der Veranstaltung eine Happy Hour an und verkaufen Sie Restbestände, damit keine Lebensmittel übrig bleiben.
  • Bieten Sie übrig gebliebene Gerichte bei TooGoodToGo zum reduzierten Preis an.
  • Spenden Sie noch verkaufsfähige Lebensmittel an die Tafeln, wo sie an bedürftige Menschen weitergegeben werden.
  • Außerdem können Sie noch genießbares Essen an Foodsharing spenden (https://foodsharing.de/fuer-unternehmen , Kontakt: info@foodsharing.de). Die ehrenamtlichen Lebensmittelretter:innen sorgen dafür, dass alles noch verwertet wird, etwa in der Küche für Alle.