Dekoration & Gastgeschenke

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Eine Veranstaltung ohne Dekoration ist quasi undenkbar. Die Besucher:Innen sollen ein besonderes Erlebnis haben und da zählt das visuelle Erscheinungsbild natürlich mit dazu. Ob Weihnachtsmarkt, Theaterbühne oder Konferenzsitzungen – es gibt immer ein Mindestmaß an Dekoration, sei es nur ein paar Blümchen und schön gefaltete Servietten auf dem Tisch.

Nun kann man auch hier auf Nachhaltigkeit setzen. Dekoration jedes Jahr neu zu kaufen, bedeutet Unmengen an Müllaufkommen und Ressourcenverschwendung. Hier bietet es sich an, wiederverwendbare Artikel zu nutzen oder sogar auf ein Verleihsystem zurückzugreifen. Partyservice-Unternehmen haben eine große Auswahl an Leihwaren.

Pflanzen hingegen reisen oft weite Wege und werden in Massen produziert, bieten aber gleichzeitig keinen Mehrwert für die Flora und Fauna. Vielmehr noch: Blumen, die im Gewächshaus gezüchtet werden, verbrauchen riesige Mengen an Energie und Wasser. Der WWF geht davon aus, dass eine Rose aus einem niederländischen Gewächshaus noch mehr Energie verbraucht und mehr CO2-Emissionen verursacht, als eine Rose aus Kenia – von wo übrigens die meisten Rosen nach Deutschland importiert werden. Stattdessen könnte man auch heimische und vor allem saisonale Pflanzen dekorativ in Szene setzen.

Bei Gastgeschenken ist die Problematik ebenfalls weit gefächert. Hier werden gerne kleine Werbeartikel, Textilien, Pflanzen oder Süßigkeiten verschenkt. Oftmals sind die kleinen Werbegeschenke nur schlecht produziert und landen schnell im Müll. Das Gleiche gilt für die Verpackungen der Süßigkeiten. Textilien werden oft unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Außerdem werden, neben der Gesundheit der Arbeiter:Innen , auch die Gewässer der Herstellungsländer stark mit Chemikalien belastet. Hier auf regionale Produkte zu setzen, bietet sich sehr an. Ansonsten gibt es genügend Siegel, die dabei helfen, faire und umweltschonende Textilien anzubieten.

Viele typische Werbeartikel bestehen oft noch aus „frischen“ Rohstoffen (wie Kugelschreiber aus mineralöl-basierten Kunststoffen oder Notizblöcke aus Frischfaserpapier) – hier gibt es längst umweltschonendere Varianten aus recycelten Rohstoffen. Allgemein gilt der Leitsatz reduce – reuse – recycle!

Handlungsempfehlungen

Pflanzen & Blumen

  • heimische, saisonale und langlebige Arten bevorzugen, keine Exoten auswählen!
  • auch Kräuter können sehr dekorativ sein und sogar an die Besucher:Innen weiterverschenkt werden
  • falls keine regionale Ware beschafft werden kann, auf Fairtrade-Standards achten
  • Achtung: wenn Pflanzen im Gewächshaus gezüchtet werden, bedeuten kürzere Transportwege nicht automatisch weniger CO2-Emissionen! Lieber auf heimische & saisonale Alternativen zurückgreifen
  • kann weder auf heimische noch auf fair gehandelte Blumen und Pflanzen zurückgegriffen werden, können Ausgleichszahlungen vorgenommen werden

Dekoration

  • Dekoration kann wiederverwendet werden
  • Bei Plastik kann auf recyceltes Material zurückgegriffen werden
  • Auf faire und umweltschonende Arbeitsprozesse sollte Rücksicht genommen werden

Merchandise

  • Am besten wird auf Regionalität bei Gastgeschenken geachtet: regionale Spezialitäten sind immer ein willkommenes Geschenk!
  • auf Einwegartikel verzichten
  • wenn Plastik, dann recycelte Kunststoffe bevorzugen, erst danach auf biobasierte Kunststoffe zurückgreifen
  • Bei Textilien (Arbeitskleidung und Werbematerial) auf faire und ökologisch erzeugte Produkte achten

Anlaufsstellen:

Mehr erfahren:

  • https://www.fairtrade.net/product/flowers-and-plants
  • https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/006Wasserrisiko_Fallbeispiel_Schnittblumen_aus_Kenia.pdf