Inklusion & Diversity

Diese Seite ist ein Entwurf. An einigen Stellen wollen wir noch Inhalte ergänzen oder Ansprechstellen in der Umgebung suchen. Sie können uns dabei unterstützen, indem Sie sich bei uns melden, wenn Sie zu den offenen Punkten noch etwas wissen oder weitere Ideen haben, wie man diesen Teil des Veranstaltungsmanagements nachhaltiger gestalten kann! Schreiben Sie uns dazu gerne eine Mail an hallo@fairweg.info oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Ist meine Veranstaltung barrierefrei?
  • Wählen Sie nach Möglichkeit einen barrierefreien Veranstaltungsort aus. Praktische Informationen hierzu gibt der Behindertenbeirat Trier auf seiner Website.
  • Kennzeichnen Sie schon im Vorfeld rollstuhlgerechte Zugänge und Toiletten oder bieten Sie Unterstützung an, wenn es irgendwo doch Barrieren gibt.
  • Auf der Website der Stadt Trier finden Sie eine Auflistung barrierefreier Toiletten in der Stadt.
  • Ein Beispiel für eine geeignete Zugangsbeschreibung ist die städtische Übersicht zu den Viehmarktthermen.
  • Rollstuhlfreundliche Platzierung: Sind Teilnehmende im Rollstuhl auf Augenhöhe zu anderen Teilnehmenden, oder blicken sie ihnen auf den Hintern?
  • Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat einen separaten Leitfaden für barrieregerechte und inklusive Veranstaltungen herausgegeben, inklusive ausführlicher Checkliste. Diese ist hier jederzeit abrufbar.
Verwende ich möglichst leichte Sprache?
Nutze ich inklusive und gendergerechte Sprache?
  • Sprache beeinflusst unser Denken und ist ein wichtiges Mittel, um Ungerechtigkeiten zu zementieren – oder Wandel einzuleiten!
  • Achten Sie daher darauf, dass Sie in Texten und beim Sprechen anstelle des generischen Maskulinums eine genderfreundliche Variante nutzen. Ideal sind geschlechtsneutrale Formulierungen (Alle statt Jeder, Lehrkräfte statt Lehrer) oder Verlaufsformen (Studierende statt Studenten) – wo das nicht möglich ist, legen Sie sich eine Strategie zurecht: Gängige Formen sind die Doppelnennung (Bürgerinnen und Bürger), das Binnen-I (BürgerInnen), das Gender*Sternchen (Bürger*innen) oder der Gender:Doppelpunkt (Bürger:innen)
  • Tipp: Screenreader für sehbeeinträchtigte Menschen können oft mit dem Binnen-I oder dem Doppelpunkt besser umgehen (https://youtu.be/b_LcUtmCTEo). Diese Formen sorgen auch unabhängig davon für einen natürlichen Lesefluss.
  • Unter https://geschicktgendern.de finden Sie hilfreiche Tipps und Anleitungen, wie Sie elegant alle Menschen sprachlich berücksichtigen – und sogar ein Wörterbuch, das Ihnen Alternativen anbietet.

Ist meine Veranstaltung und die Werbung frei von Sexismus und Rassismus?

  • Sexismus und Rassismus sind – oft unterbewusst – tiefer in unserer Gesellschaft verankert, als wir es wahr haben wollen. Vorurteile und stereotypisierende Darstellungen tragen – ob gewollt oder ungewollt – dazu bei, bestehende Ungleichheiten zu festigen. Das steht in direktem Widerspruch zu den Nachhaltigkeitszielen 5 „Geschlechtergleichheit“ und 10 „Weniger Ungleichheiten“. Dabei ist es recht einfach, diese Fallstricke zu vermeiden!
  • Die grundlegende Frage, die Sie sich stellen sollten, ist: „Stelle ich eine Person oder eine Personengruppe aufgrund ihres Geschlechts oder ihres Aussehens in einer bestimmten stereotypen Weise dar?“
  • Die Kampagne „Pink Stinks“ hilft Ihnen, einzuordnen, ob Werbung sexistisch ist oder nicht. Auf der Website Werbemelder.in finden Sie Kriterien und Beispiele.
  • Strukturellen Rassismus zu erkennen und zu vermeiden, ist ein wenig anspruchsvoller, da es bisher kaum eine breite gesellschaftliche Debatte über Rassismus in Deutschland gegeben hat.
  • Amnesty International erklärt Begriffe, die oft (teilweise versehentlich) zur Diskriminierung von Personengruppen benutzt werden: Etwa in einem Glossar für diskriminierungssensible Sprache und in der Kampagne gegen Rassismus in Deutschland.
  • Die Partnerschaft für Demokratie Trier bietet Informationen und weitere Anlaufstellen für den Umgang mit Extremismus.
  • Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz unterstützt Sie, wenn Sie sich für Vielfalt und Toleranz und gegen Demokratie- und/oder Menschenfeindlichkeit einsetzen möchten; weitere Infos gibt es auf der Website des Netzwerks.
Biete ich seh- und hörbeeinträchtigten Menschen Unterstützung?
  • (Wer hilft bei Seh- und Hörbehinderungen?)
Biete ich meinem internationalen Publikum mehrsprachige Angebote? Kann ich ggf. dolmetschen lassen?
Wähle ich meine Referent:innen angemessen aus?
  • Mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis lässt sich Ihre Veranstaltung durch verschiedene Perspektiven bereichern.
  • Wenn Sie MIT Betroffenen diskutieren, statt ÜBER sie, ist das nicht nur angemessen, sondern deutlich eindrucksvoller für die Teilnehmenden.
Biete ich meinen Gästen Möglichkeiten, die Veranstaltung mitzugestalten?
  • Klassische Vortragsformate, in denen Expert:innen ihr Wissen vortragen und das Publikum maximal die Gelegenheit hat, Fragen zu stellen, mögen zur Wissensvermittlung hilfreich sein, bieten den Teilnehmenden aber darüber hinaus kaum einen Mehrwert.
  • Versuchen Sie Formate zu schaffen, die Ihr Publikum involvieren und ihnen Gestaltungsmöglichkeiten geben. Insbesondere bei Tagungen oder Workshops bringen partizipative Methoden vielfältigere und handlungsorientiertere Gemeinschafts-Ergebnisse.
    • Beispiel: Bei den Urban Piano Days der Kulturkarawane Trier stehen Klaviere in der Stadt, die von allen bespielt werden können. Daneben gibt es auch Konzerte mit professionellen Musiker:innen – ein gemeinschaftlich gedachtes Kulturprogramm mit hohem Resonanzfaktor.