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Tag 4 der Kauf Regional-Woche: Regional + Saisonal kochen!

Wir hatten es euch ja bereits versprochen – und der Saisonkalender war sicherlich schon ein Hinweis: Unsere Kauf Regional-Woche soll natürlich nicht nur Gedankenfutter sein, sondern auch Spaß machen und Bäuche füllen. Deshalb stellen wir euch heute ein fantastisches Menü aus der Feder von Theresa (@theresa_kocht_ auf Instagram) vor. Und das vegetarisch, regional und saisonal! Ein echtes FairWeg-Festessen also.

Wir von der Lokalen Agenda sind der festen Überzeugung, dass nachhaltiger Wandel nicht mit dem erhobenen Zeigefinger gelingen kann. Wir möchten Menschen (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) gemeinsam an einen Tisch bringen, informieren und damit Nachhaltigkeit in den Köpfen verankern. Gerade mit FairWeg setzen wir uns schwerpunktmäßig mit dem Thema Catering auf Veranstaltungen in der Region auseinander. Es geht darum, die Geschichten hinter unserem Essen und Trinken zu erzählen, wieder eine Verbindung zwischen Erzeuger und Kunden herzustellen – und das ohne den Blick auf das große Ganze und die Probleme unserer Zeit zu vergessen. Was liegt da näher, als unseren LeserInnen zu zeigen, wie lecker und einfach regionale und saisonale Ernährung sein kann? Schließlich geht nicht nur Liebe durch den Magen – sondern manchmal eben auch Nachhaltigkeit.

Wir freuen uns sehr, dass die liebe Theresa von @theresa_kocht_ uns ein ganzes Menü mit verschiedenen einfach nachkochbaren Rezepten zur Verfügung gestellt hat. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren! Die Erzeuger der Zutaten findet ihr wie immer ganz easy über die Karte von morgen auf unserer Finden-Seite – und wenn ihr euch fragt, ob dieses oder jenes gerade frisch in der Region verfügbar ist, werft einfach einen Blick auf unseren Saisonkalender. Guten Appetit!


Vorspeise: Antipasti-Gemüse aus dem Backofen und selbstgebackenes Foccacia

  • Das braucht ihr für das Antipastigemüse:
  • 1/2 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 2 Zwiebeln
  • 300g braune Champignons
  • 2 Knoblauchzehen
  • je 1 Bund Rosmarin, Thymian, Oregano
  • Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, Pfeffer, Zucker

Zunächst das grob geschnittene Gemüse in eine große Auflaufform geben.
Dann eine Marinade aus 200 ml Olivenöl, 200 ml Balsamicoessig, Salz, Pfeffer und Zucker herstellen. So abschmecken, dass es süßsauer schmeckt.
Zum Gemüse 2 gehackte Knoblauchzehen und frische Kräuter geben, je einen Bund Rosmarin, Thymian, Oregano.
Marinade dazugeben und vermischen.
Im Backofen werden die Antipasti bei 200 Grad solange gegart bis das Gemüse gar ist und noch etwas Biss hat. Zwischendurch immer wieder vermischen.
Das heiße Gemüse kann sofort in saubere Gläser abgefüllt und dicht verschlossen werden, so bleibt es lange haltbar.

  • Das braucht ihr für das Foccacia:
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 500g Mehl (Typ 550)
  • frischer Rosmarin
  • Olivenöl, Grieß, Salz, Zucker

Die Hefe wird in einer Tasse mit 1 Teelöffel Zucker und 1 Eßlöffel lauwarmes Wasser verrührt. Diesen Vorteig 3 Minuten stehen lassen.
Das Mehl, 4 Eßlöffel Olivenöl, 2 Teelöffel Salz, 300ml lauwarmes Wasser und den Vorteig in einer Küchenmaschine mit Knethaken 10 Minuten (wichtig , dadurch wird der Teig schön locker) kräftig verrühren. Wer keine Küchenmaschine hat verknetet den Teig in einer großen Schüssel, das macht Muckis!
Wenn der Teig die richtige Konsistenz hat, sieht das so wie auf dem Foto unten aus. Ist er noch zu weich etwas Mehl unterkneten.
Den Teig stellt ihr, mit einem Küchentuch zugedeckt, in den Backofen bei 50 Grad, die Backofentür nicht komplett schließen. Der Teig muss solange „gehen“ bis er sich verdoppelt hat.
Nun kommt der Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche wo er kurz durchgeknetet wird.
Das Backblech mit Olivenöl einpinseln und mit Grieß bestreuen, darauf legt ihr den Teig und zieht ihn flach in Form.
Teig nochmals 20-30 Minuten „gehen“ lassen. Mit Olivenöl großzügig bestreichen und mit den Fingerspitzen tiefe Mulden in den Teig drücken, mit frischen Rosmarin bestreuen.
Das Foccacia bei 180-200 Grad ca. 20 Minuten backen bis es goldbraun ist.


Hauptspeise: Mit Kräuterpolenta gefüllte Zucchini

  • Das braucht ihr:
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 50g Instant-Polenta (in Bio-Qualität)
  • 1 große Schalotte oder Zwiebel
  • 100g braune Champignons
  • 1 Knoblauchzehe
  • ggf. 1 Rispe Cocktailtomaten
  • frischer Rosmarin, Thymian, Salbei
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, evtl. Chiliflocken

Die Zucchini halbieren und das weiche Fruchtfleisch entfernen, das geht am Besten mit einem Eislöffel.
200ml Wasser zum Kochen bringen und 50g Instant-Polenta (in Bio-Qualität) einrieseln lassen, dabei ständig rühren. Für die Polenta-Zubereitung am Besten die Packungsbeilage befolgen, da diese je nach Hersteller sehr variieren kann. Zur Polenta nun je 1 Eßlöffel gehackten Rosmarin, Thymian und Salbei dazugeben. Mit Salz abschmecken.
Für das Topping 1 große Schalotte oder Zwiebel klein schneiden, in Olivenöl anbraten, 1 klein gehackte Knoblauchzehe und 100g in Scheiben geschnittene Champignons dazugeben und kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. mit Chiliflocken würzen.

In einer mit Olivenöl bestrichenen Auflaufform die Zucchinihälften legen, etwas salzen, mit der Kräuterpolenta füllen. Darauf die Champignons verteilen. Zum Schluss kommen nochmals gehackte Kräuter und darüber. Ich habe zusätzlich noch Cocktailtomaten im Backofen gebacken. Dazu die Tomaten an der Rispe in eine mit Olivenöl bestrichene, kleine Auflaufform legen und mit Salz und gehackten Kräutern würzen.
Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Unter-/Oberhitze oder Grillfunktion circa 20 Minuten backen. Am Besten schmecken die Zucchini, wenn sie noch leichten Biss haben.


Dessert: Bananen-Stracciatella-Eis mit Haselnusskrokant

  • Das braucht ihr:
  • 3 reife Bananen
  • 100ml Mandelmilch
  • Zartbitter-Schokoraspel
  • 100g ganze Haselnüsse
  • Zucker

Wenn ihr eine Eismaschine mit Gefrierakku habt, sollte dieser schon über Nacht im Gefrierschrank sein, erst rausnehmen, wenn die Eismasse fertig ist.
Die Bananen und 100 ml Mandelmilch mit einem Pürierstab zu einem Mus pürieren, anschließend 2 Eßlöffel Zartbitter-Schokoraspel (natürlich aus fair gehandelter Schokolade) unterrühren.
Die Eismaschine zusammenbauen, einschalten und dann die Masse einfüllen. Die ganze Zeit rühren lassen, nach ca. 30 Minuten ist das Eis fertig. Wer keine Eismaschine hat gibt die Masse in eine Schüssel, stellt diese ins Gefrierfach und rührt alle 10 Minuten um.

Für das Haselnusskrokant 100g ganze Haselnüsse in einer beschichteten Pfanne erhitzen und ständig rühren, damit sie nicht anbrennen. Wenn sich die braune Haut zu lösen beginnt, die Nüsse in ein Baumwolltuch / oder -säckchen geben und mit dem Tuch so lange aneinander reiben bis sich die Haut gelöst hat. In die saubere Pfanne 3 Eßlöffel Zucker schmelzen bis der Zucker flüssig und braun wird. Achtung: er darf nicht zu dunkel werden, sonst ist er verbrannt und bitter.
Die Nüsse in die Pfanne zum Zucker geben, vermischen und zum Abkühlen auf ein Backpapier verteilen.


Als Getränk: Himbeerlimonade

  • Das braucht ihr:
  • 1 kg frische Himbeeren
  • 1/2 Zitrone
  • 100g Zucker
  • 100g ganze Haselnüsse
  • Zucker

1 kg frische Himbeeren durch ein feines Sieb streichen (siehe Foto unten). Die Kerne werden verworfen.
60ml Wasser mit 100g Zucker unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und 1 Minute lang kochen. Der Zucker hat sich dabei aufgelöst. Nun 600ml durchpassierte Himbeeren und den Saft einer halben Zitrone dazugeben und unter ständigem Rühren fast zum Kochen bringen. Den Saft in saubere dicht zu verschließende Flaschen abfüllen. Wer den Saft gleich süßer haben will, kann natürlich die Zuckermenge erhöhen.

Jeweils 50cl Himbeersaft mit Mineralwasser und 8 Eiswürfeln aufgießen und mit frischer Minze dekorieren.


Als Absacker: Brombeerlimes

  • Das braucht ihr:
  • 500g reife Brombeeren
  • 150g Puderzucker
  • 250ml Wodka
  • 1 Zitrone
  • 1 Limette

Die Brombeeren durch ein Sieb streichen oder mit der „flotten Lotte“ passieren (fragt mal eure Oma, die hat sowas sicher zuhause).
Den Puderzucker sieben, damit keine Klümpchen entstehen und unter das Brombeermark rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Den Saft einer Zitrone und einer Limette und 250ml Wodka noch dazugeben, verrühren, fertig.

Saubere Glasflaschen nochmals heiß ausspülen und den Limes abfüllen. Im Kühlschrank ist er einige Tage haltbar. Am Besten genießt ihr den Limes frisch, auf Eis oder gut gekühlt.

Von Adrian

Adrian ist seit 2018 bei der Lokalen Agenda aktiv und kümmert sich vor allem ums Kommunizieren guter Sachen. Wichtig sind ihm gutes Essen, Respekt vor der Umwelt und Begeisterungsfähigkeit.