Der Kukturgraben e.V.  ist ein gemeinnütziger Verein für offene Jugend- und Kulturarbeit in Trier, gegründet 2021. Ziel des Vereins ist es, offene Räume für Jugendliche und Subkulturen sowie Kultur für junge Menschen zu schaffen – dessen Konzeption offen, niedrigschwellig, möglichst barrierearm und ohne Konsumzwang.

Die Südachse:  In den letzten Jahren, z.B. während der Jugendkonferenz, haben Jugendliche immer wieder dargestellt, dass ihnen ein dauerhafter Treffpunkt fehlt, an dem sie nichts kaufen müssen, um sich in den Räumlichkeiten aufhalten zu können. und der für Jugendliche ausgerichtet ist und am Besten auch von Jugendlichen mit entschieden wird. Daraus entstand die Idee der Südachse, einem dauerhaften Jugend- und Kulturcafé in der Saarstraße 9 in Trier. 

Die Räumlichkeiten sind aufgeteilt in ein Jugendcafe, dass zur Saarstraße ausgerichtet ist, einem Spiel-Zwischenraum mit Kicker und einem Jugendraum, der multifunktional genutzt werden kann und dem Büro für das Team des Kulturgrabens.

Diese Räumlichkeiten wurden ehemalig von einem Fahrradladen genutzt und wurden in den letzten Monaten vom Team und der starken Unterstützung von Ehrenamtlichen umgebaut. Dabei wurde versucht, Barrieren möglichst zu reduzieren – auch wenn der Altbau nicht überall vollständige Barrierefreiheit erlaubt.

Am Mittwoch den 11.03 eröffnet die Südachse  mit Beginn der tachles Ausstellung, die ihr 10 jähriges Jubiläum als medieninklusives Team feiert. 

Die Öffnungszeiten des Cafés werden zunächstes Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 15 bis 20 Uhr sein und Freitag von 15 bis 21 Uhr.

Zugang und Räume

Der Eingang zur Saarstraße hin verfügt aufgrund des Altbaus über eine Treppe. Als barrierearme Alternative ist ein Eingang über den Innenhof nutzbar. Dieser Eingang ist an der Vorderseite beschildert. Innerhalb der Räunlichkeiten wurde eine neue Rampe gebaut, die so gestaltet ist, dass sie von Rollstuhlfahrenden selbstständig genutzt werden kann. Als Geländer, als Schutz voe der Erhöhung der Rampe, wurde ein vom Noden bis zur Decke führende Holzkonstruktion gebaut. Eine kleine Zwischentreppe wird derzeit mit einer mobilen Rampe überbrückt. da es dort baulich keinen Platz gibt eine dauerhafte Betonrampe zu bauen.

Die Tür zum Innenhof ist eine manuelle Tür mit einer kleinen Schwelle. Der Verein prüft derzeit, ob diese Schwelle weiter ausgeglichen werden kann – gleichzeitig muss eine minimale Schwelle bestehen bleiben, damit sich die Tür vollständig schließen lässt.

Die Räume selbst sind bewusst offen gestaltet. Es gibt ausreichend Bewegungsfläche, verschiedene Sitzmöglichkeiten – Sofaecken, Sessel und Tische – bieten unterschiedliche Sitzhöhen und die Möbel lassen sich flexibel bewegen, sodass sich die Räume an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lassen. An Tischen und Sofatischen wurde darauf geachtet, dass auch Rollstühle gut Platz finden.

Die Bestellfläche der Theke im Café wurde teilweise niedriger gebaut. Gleichzeitig zeigt sich am Beispiel der Theke auch eine Herausforderung: Der Zugang hinter die Theke ist zu schmal für Rollstühle, und die Kaffeemaschine steht zu hoch, um aus dem Sitzen bedient zu werden. 

Sanitäranlagen

Im Innenraum befindet sich eine barrierefreie Toilette mit Haltegriffen sowie einem Waschbecken in geeigneter Höhe. Weitere Toiletten und Urinale befinden sich im Innenbereich und im Innenhof.

Licht, Lautstärke und Atmosphäre

Die Räume sind gleichmäßig beleuchtet, mit einzelnen Lichtern an den Tischen. Es gibt keine starke Blendung, und das Licht kann angepasst oder gedimmt werden. Außerdem wird auf sehr hohe Lautstärken und stark reizende Lichteffekte verzichtet. 

Sollte die Hintergrundmusik für einzelne Gäste zu laut sein, kann sie jederzeit bei Ansprache ans Team angepasst werden. Zusätzlich stehen bei Bedarf Ohropax zur Verfügung.

Awareness, Inklusion und Gruppen

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist eine respektvolle und achtsame Atmosphäre. Das Team nutzt unter anderem einen Awareness-Koffer der Lokale Agenda 21 Trier. Darin befinden sich unter anderem Gehörschutz, Stimming-Tools, Hygieneartikel und Kommunikationshilfen. Das Gruppenangebot im Jugendraum soll beispielsweise an Selbsthilfeformate angelehnt werden und einen Austausch für neurodivergente und queere Jugenliche schaffen. Die Räumlichkeiten in der Südachse sollen von unterschiedlichen Initiativen, Vereinen und Jugendliche, die Lust haben, Projekte oder Gruppen zu starten, genutzt werden. Auch hier der offene Gedanke, dass die Räumlichkeiten über den Kulturgraben hinaus kooperativ genutzt werden. 

Barrieren sollten nicht nur baulich betrachtet werden: Gäste werden ausdrücklich eingeladen, Hindernisse anzusprechen und das Team wird eine offene Atmosphäre kreieren, damit auf die Bedürfnisse der Menschen Rücksicht genommen werden kann. 

Anreise und Sicherheit

Die Südachse ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, unter anderem über die Haltestellen Gilbertstraße, Südallee/Kaiserstraße und Kaiserthermen. In der Gerberstraße befinden sich außerdem zwei Parkplätze für Menschen mit Behinderung.

Ein Rettungswegeplan ist vorhanden, Notausgänge sind beleuchtet und klar markiert. Der Fluchtweg über den Innenhof ist barrierearm; an einer weiteren Fluchttür wird derzeit eine mobile Rampe genutzt, bei deren Steigung Rollstuhlfahrende gegebenfalls Unterstützung benötigen.

Die Südachse versteht sich insgesamt als ein Raum, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Barrierearmut ist dabei kein abgeschlossener Zustand, sondern ein Prozess – gemeinsam mit den Menschen, die den Raum nutzen und nutzen wollen.

Das Lab 9000 ist ein Solidaritätsprojekt, gefördert vom EU-Solidaritätskorps, im Rahmen des Sektor 9000 e.V., Palaststraße 9 in Trier – einem offenen Ort für Kunst, Kreativität und Gemeinschaft. Hier informieren wir transparent über die Barrierefreiheit unserer Veranstaltungen. Vielen Dank an die Lokale Agenda für die Möglichkeit uns vorstellen zu dürfen!

Zugang & Innenraum

Der Sektor 9000 ist stufenlos und rollstuhlgerecht zugänglich. Breite Türen und Gänge ermöglichen freie Bewegung im Raum. Die Toilette ist zwar ebenerdig, bietet aber keine Haltegriffe und ist nicht erhöht. Die Tür dorthin ist außerdem sehr schmal, weshalb du wahrscheinlich Assistenz brauchst, um hineinzukommen. Was wir aktuell nicht bieten können: ein taktiles Leitsystem sowie die Möglichkeit, Hörgeräte anzuschließen. Sollte das Lab 9000 ausnahmsweise an einem anderen Ort stattfinden, informieren wir rechtzeitig über die dortige Situation.

Anreise

Der Sektor 9000 liegt direkt in der Trierer Innenstadt und ist bestens per ÖPNV oder zu Fuß erreichbar. Für Autofahrende gibt es Parkmöglichkeiten in der Nähe, jedoch nur begrenzt gesonderte Behindertenparkplätze.

Awareness – respektvoller Raum für alle

Barrierefreiheit bedeutet für uns mehr als Rampen und breite Türen. Bei jeder Veranstaltung hängen wir unser Awarenesskonzept gut sichtbar aus. Bei den meisten Events ist ein Awarenessteam vor Ort – als Anlaufstelle bei übergriffigem oder unangenehmen Verhalten, aber auch für alle anderen Anliegen. Unterstützt wird es durch den Awarenesskoffer der Lokalen Agenda 21 Trier, der praktische Hilfsmittel wie Gehörschutz, Stimming-Tools, Hygieneartikel und Kommunikationshilfen enthält.

Ton, Bild & Verpflegung

Vorträge werden verstärkt, aber in moderater Lautstärke gehalten. Wir fotografieren und filmen bei Veranstaltungen, fragen jedoch aktiv und anonym ab, ob jemand damit nicht einverstanden ist – ohne Erklärungsbedarf.

Bei allen Events gibt es Getränke, immer mindestens eine kostenlose Option, manchmal weitere gegen Spende. Bei den meisten Veranstaltungen gibt es außerdem Snacks. Allergene werden nicht gekennzeichnet – bei Unverträglichkeiten gerne vorab melden oder das Awarenessteam ansprechen.

Online & Kontakt

Das Lab 9000 ist per Mail unter lab9000@gmx.de und auf Instagram @lab9.000 erreichbar. Wir versuchen Bilder mit Alternativtexten, Videos mit Untertiteln zu versehen und achten auf eine kontrastreiche, gut lesbare Gestaltung unserer Beiträge.

Barrierefreiheit ist ein fortlaufender Prozess. Bei Fragen oder individuellen Bedürfnissen – meld dich gerne vorab bei uns.

Du möchtest Veranstaltungen inklusiver gestalten und aktiv Verantwortung übernehmen? Dann informiere dich jetzt über unsere praxisnahe Workshop-Reihe!

19.03. | 18:00 Uhr
Dauer: 45-60 Minuten
Ort: Zoom


Worum geht es?

Bei unserem digitalen Informationstermin stellen wir die Workshop-Reihe „Ansprechperson für Inklusion auf Veranstaltungen“ vor. Du erfährst alles über Inhalte, Ablauf und Mehrwert – und lernst uns sowie andere Interessierte kennen.

Zum Einstieg:


Das erwartet dich in der Workshop-Reihe

Wir geben dir einen kompakten Überblick über unser Angebot:


Einblick in die Inhalte

Du erhältst einen kurzen inhaltlichen Abriss der Module:

Natürlich bleibt ausreichend Zeit für deine Fragen – sowohl zur Organisation als auch zu den Inhalten.


Sei dabei und gestalte Veranstaltungen mit, die für alle zugänglich und wertschätzend sind.
Wir freuen uns auf dich!

Wir müssen den Start unserer Fairweg-Workshopreihe verschieben. Die Fortbildungsreihe „Ansprechperson für Inklusion auf Veranstaltungen“ kann nicht wie geplant Ende Februar beginnen.

In der inklusiven Veranstaltungsplanung gehören unvorhersehbare Herausforderungen zum Arbeitsalltag. Auch wir stehen immer wieder vor Situationen, die flexible und verantwortungsvolle Entscheidungen erfordern. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, den Auftakt der Reihe zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden zu lassen.

Die Verschiebung bedauern wir sehr und bitten alle Interessierten um Verständnis. Gleichzeitig laufen unsere inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen unter den neuen Rahmenbedingungen weiterhin auf Hochtouren. Unser Anspruch bleibt unverändert: eine fundierte, praxisnahe und qualitativ hochwertige Fortbildungsreihe anzubieten.

Über den neuen Starttermin informieren wir schnellstmöglich.

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