Erst vermeiden, dann reduzieren und zum Schluss kompensieren.

Bei Ausgleichszahlungen werden werden Ihre entstandenen Emissionen berechnet und eine entsprechende Summe an Klimaschutzprojekte zur Kompensation gezahlt. Natürlich gilt weiterhin: Alles, was an Emissionen nicht produziert wird, muss auch nicht ausgeglichen werden. Um die Umwelt direkt zu schonen, sollte das Ziel sein, Emissionen direkt einzusparen, damit erst gar nicht ausgeglichen werden muss.

Nach welchen Standards werden Kompensationsprojekte zertifiziert?

Kompensationsprojekte können zertifiziert werden, um ihre tatsächlichen CO2-Einsparungen zu bestimmen und ihre Wirksamkeit zu bestätigen. Internationale Standards, die die Wirksamkeit solcher Projekte bescheinigen, sind u.a.:

  • Clean Development Mechanism (CDM)
  • Gold Standard CER / VER
  • Verified Carbon Standard (VCS)

Wie berechne ich meinen Emissionsverbrauch?

Eine erste Einschätzung Ihres Emissionsverbrauchs können Sie durch CO2-Rechner einholen. Das Umweltbundesamt und der Kompensationsanbieter KlimAktiv zum Beispiel bieten solche Tools an.

Eine genauere Berechnung ist Bestandteil der Kompensationsdienstleistung der entsprechenden Organisationen und sollte möglichst transparent dargestellt sein, damit Sie die Höhe der vorgeschlagenen Kompensationszahlung nachvollziehen und prüfen können.

Wie finde ich seriöse Angebote?

Der Markt für Kompensationsdienstleistungen ist – wie bei allen Zertifizierungsstellen – groß und unübersichtlich. Das Umweltbundesamt hat einen eigenen Leitfaden zur Freiwilligen CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte veröffentlicht, der Ihnen hilft, geeignete Angebote zu finden. Bei der Deutschen Emissionshandelsstelle im UBA finden Sie eine Liste von Angeboten für Kompensationsdienstleistungen.

Habe ich Alternativen?

Kompensationsdienstleistungen sind vor allem darauf ausgelegt, in den Ländern mit dem niedrigsten UN Human Development Index Klimaschutz-Projekte durchzuführen, die ohne die Kompensationsleistungen nicht durchgeführt würden.

Im Sinne der 17 Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen ist es sinnvoll, nach dem Verbrauchs-Prinzip zu handeln und für den eigenen CO2-Ausstoß zu zahlen. Wichtig dabei ist jedoch, dass das Ziel sein muss, internationale Partnerschaften aufzubauen, die vor allem die Länder des Globalen Südens als gleichwertige Gegenüber in puncto Handel betrachten.

Zeitgleich darf Emissions-Handel kein Freibrief für umweltschädigendes Verhalten sein, da insbesondere die Menschen im Globalen Süden am stärksten unter den Folgen zu leiden haben.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Kompensationszahlung zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt, können Sie auch eine niedrigschwellige Vereinbarung mit einem Partnerschaftsverein in Trier treffen. Die Mitglieder der AG International arbeiten mit internationalen Partnerbetrieben zusammen und bemühen sich um eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Nachhaltig fairanstalten in Trier und Region.
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