Im April wurde unsere Fortbildungsreihe "Inklusiv Veranstalten" unseres Projekts FairWeg - Fairanstalten für alle fortgesetzt. Dieses Mal ging es um das Thema Barrierefrei Bewegen. Wir wollen im Rahmen der Fortbildungen gemeinsam mit Kulturschaffenden und Expert:innen sensibilisieren und aufklären um Barrieren auf Veranstaltungen abzubauen, dabei soll auch nach individuellen Lösungen für die Veranstaltenden gesucht werden.

Als Referentin hatten wir diesmal Karoline Hinkfoth zu Besuch. Karoline hat Erziehungswissenschaften und Philosophie studiert und ist zertifizierte Coachin für Positive Psychologie (DGPP). Seit 2019 arbeitet sie freiberuflich und setzt sich für Antidiskriminierung und Solidarität ein. Neben Vorträgen und Seminaren bietet Karoline auch inklusive Tanzworkshops an.

Um selbst eventuelle Barrieren zu erfahren, sind wir gemeinsam mit den 11 Teilnehmenden mit Rollstühlen durch einen Teil der Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum gefahren und haben Eindrücke gesammelt, in welchen Situationen in einem Museum Barrieren auftreten können, zum Beispiel, ob alle Exponate und Erklärungen von einem Rollstuhl aus sichtbar sind. Karoline begleitete die Teilnehmenden dabei und erklärte, wie sich manche Barrieren, wie zum Beispiel schwere Türen, überwinden lassen. Zuvor hatte Karoline in ihrem Vortrag über mögliche Diskriminierungen und Barrieren auf Veranstaltungen aufgeklärt und dabei Anreize gegeben, wie man diese beseitigen kann. Im Zuge dessen konnten die Veranstaltenden Fragen stellen und nach individuellen Lösungen gesucht werden. Zu Beginn des Vortrags wurde thematisiert, was überhaupt eine Behinderung ist, wo der Unterschied zwischen einem kulturellen und einem medizinischen Modell von Behinderung liegt und was mit Ableismus gemeint ist.

Anschließend gab es Catering vom Café Shluk in Trier. Bei Kaffee und Teilchen konnten die Teilnehmenden sich mit der Referentin und untereinander austauschen und ins Gespräch kommen.

Tacheles - das inklusive Medienteam hat die Fortbildung medial begleitet, dort wird es auch einen Bericht über den Workshop geben. Zu den beiden vorherigen Fortbildungsveranstaltungen zu Seh- und Hörbeeinträchtigungen findet ihr bei Tacheles ebenfalls Berichte.

Die Fortbildungsreihe ist noch nicht zu Ende und in Zukunft wird unter anderem ein Workshop zu dem Thema Kommunikation stattfinden.

Anna Jäger hat die Fortbildung fotographisch für uns begleitet:

Das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz lädt Kulturschaffende zum kostenfreien Workshop "Awareness auf Veranstaltungen" am 18. Mai, von 10 Uhr bis 13 Uhr, in der Tufa ein.

In dem Workshop soll über Herausforderungen und Lösungen im Umgang mit sexuellen Übergriffen auf Veranstaltungen gesprochen werden. Im Rahmen des Workshops sollen außerdem wirksame Strategien für ein sicheres und einladendes Umfeld für alle erarbeitet werden.

Geleitet wird das Seminar vom Projekt "Save the Night", gegründet von der Feministischen Vernetzung Trier und dem Frauennotruf Trier.

Die Anmeldung erfolgt bis zum 10. Mai an stadtkultur@trier.de oder telefonisch über 06517181415.

Die Stadt Trier hat dieses Jahr einen Leitfaden für die "Veranstaltungskultur in der Trierer Innenstadt" veröffentlicht, denn die innenstädtischen Räume als Veranstaltungsorte sind ein wichtiger Aspekt im Kulturbild der Stadt. Der Leitfaden ist in Zusammenarbeit der Stadt Trier mit Was das Ganze mit fairem Veranstalten und FairWeg zu tun hat erfahrt ihr hier!

Der Leitfaden dient Veranstaltenden als Hilfestellung in der Vorbereitung von Veranstaltungen. Hierbei geht es zum einen darum, den passenden Ort zu finden und zum anderen Auskunft über die jeweiligen Zuständigkeiten und erforderlichen Genehmigungen zu geben, da Veranstaltungen im öffentlichen Raum grundsätzlich einer Sondernutzungserlaubnis unterliegen. Übersichten über die einzelnen Veranstaltungsorte und Links zu den verschiedenen Genehmigungen erleichtern die behördlichen Schritte für Veranstaltende erheblich.

Im Absatz des Leitfadens zu den Grundlagen über Veranstaltungen in der Innenstadt sind die entsprechenden Satzungen, Richtlinien, Genehmigungen und allgemeine Regelungen zusammengefasst. Zusätzlich sind Links zu ausführlicheren und weiterführenden Informationen sowie ein Abschnitt mit nützlichen Kontakten und Ansprechpersonen vorhanden.

In dem Leitfaden werden 18 Veranstaltungsorte mit ihren möglichen Nutzungsflächen in der Innenstadt Triers mit ortsspezifischen Besonderheiten, zum Beispiel wann die Nutzung des Ortes grundsätzlich möglich ist und welche anderen Veranstaltungen dort stattfinden, vorgestellt sowie Vorschläge zu möglichen Veranstaltungsarten an dem Ort. Dadurch wird ein guter Überblick über die verschiedenen Orte geboten und es lässt sich erfahren, welche jeweiligen Regulierungen gelten. Zu den Orten gibt es Informationen bezüglich Barrierefreiheit, ÖPNV-Anbindung, Parkplätze, Radstellplätze, Stromanschlüsse, umliegende Gastronomien und Einkaufsmöglichkeiten sowie öffentliche Toiletten, Trinkwasserspender und mögliche umliegenden Toiletten.

Der Leitfaden wurde im Rahmen des Projekts "Lebens(t)raum Innenstadt Trier (LebIT)" erstellt und durch das Bundesprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Der gesamte Leitfaden ist auf der Seite der Stadt verfügbar.

Unser "Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen" in Trier, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Trier und der Trier Tourismus und Marketing Gmbh erstellt, gibt Anregungen zu nachhaltigeren und inklusiveren Veranstaltungen. Wir stellen in dem Leitfaden verschiedene Ansätze vor, die zu mehr Nachhaltigkeit auf Veranstaltungen führen. Der "Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen" behandelt unterschiedliche Aspekte, von Mobilität und Anreise über Catering und Energie zu Gastgeschenken und Druck. In dem Leitfaden befindet sich zudem eine Übersicht über verschiedene Siegel und mögliche Anlaufstellen zu unterschiedlichen Themengebieten. Zusätzlich zu dem Leitfaden befindet sich auf unserer Seite eine Checkliste, um vor Veranstaltungen zu kontrollieren, ob an alles gedacht ist.

Nachhaltig fairanstalten in Trier und Region.
Leitfaden PDF 
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